Tagesspiegel, Juli 2015

Zwei Kitas, zwei Welten, ganz nah beieinander in Schöneberg: In der einen gibt’s Bio-Gouda und Sprachförderung, in der anderen Raufereien und Kummer. Karl Grünberg hat in beiden als Praktikant gearbeitet – und miterlebt, wie früh Chancen verteilt werden.

Fangen wir mit den Unterschieden an. In der einen Welt gibt es Leon, dessen Vater Kinderarzt ist. Leon wird in ein paar Wochen mit den anderen 17 Kindern aus seinem Kinderladen zur Klinik fahren. Sie werden den Krankenwagen bestaunen und den Rettungshubschrauber, der Vater wird erzählen, wie er mit dem Hubschrauber losfliegt, um kranke Kinder zu retten. Die Kinder werden alles untersuchen und eine Frage nach der anderen stellen, danach werden sie vielleicht sagen: Wenn ich groß bin, werde ich Arzt, wie der Papa von Leon. Wie Kinder eben so sind. Leon wird wahnsinnig stolz sein auf seinen Vater. Auch die anderen Väter und Mütter haben tolle Berufe. Sie sind Ingenieure, Eventköche, Journalisten, Designer, Wissenschaftler, Filmproduzenten und Informatiker. Sie kommen aus West- und Ostdeutschland, aus der Türkei, Russland, Korea oder Kanada, eine bunte Truppe. Manche sind sogar Berliner.

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