Tagesspiegel, Nachrufe, September 2015

Eine frohe Kindheit in Lodz – bis die Deutschen kamen. Die Erinnerungen an die Ghetto-Zeit blendete sie aus. Mit ihrem Mann wollte sie nach Israel – und blieb in Deutschland. Ihn liebte sie so sehr, dass sie erst nach seinem Tod ganz zu sich kam. Im Bayerischen Viertel in Berlin. Lea Waks – ein Nachruf.

Aron und Lea. Er hatte das Ghetto Lodz überlebt. Sie hatte das Ghetto Lodz überlebt. Sie hatten die Deutschen überlebt. Die Erinnerungen, eingebrannt. Sie sahen sich an und mussten nicht darüber reden. Sie wollten nicht. Warum auch? Warum all das rausholen? Sie sahen sich an, und wussten, was hinter der Stirn des anderen tobte. Die Stille war laut genug.

Aron und Lea. Sie hatten sich. Sie hatten Ruwen und Moische, ihre Söhne. Sie waren eine neue jüdische Familie mitten in Deutschland.

Weiterlesen? Hier gehts lang: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/bayerisches-viertel/nachruf-auf-lea-waks-geb-1929-1946-mitten-in-deutschland-masel-tov/12364916.html

 

Advertisements